Richtig heizen und lüften

Fenster auf – Geld raus?

redaktion_heizenWas machen Sie, wenn Sie an kalten Tagen in Ihr Auto steigen, den Motor anlassen und die Scheiben beschlagen? Klar: Sie drehen die Heizung hoch und öffnen kurz die Fenster. Solange, bis die Scheiben wieder frei sind.

Was passiert da eigentlich?
Der warme Atem des Fahrers schlägt sich als Feuchtigkeit an den kalten Scheiben nieder. Indem man das Fenster öffnet, kann die Feuchtigkeit aus dem Innenraum entweichen während die Heizung die Scheiben erwärmt und trocknet.

Das Ganze kann man nun auf alle Räume – so auch auf die eigenen Wohnräume – übertragen. In den Räumen sammelt sich Feuchtigkeit: durch Körperwärme und Atmung, durch Grünpflanzen, durch Kochen, Duschen, Wäschetrocknen etc. Diese Feuchtigkeit schlägt sich vor allem an kühlen Flächen nieder, also an Außenwänden insbesondere in Fensternähe. Nur sehen wir diese Feuchtigkeit meist nicht so schnell und deutlich wie in unserem Auto. Dennoch ist sie da und muss abgeführt werden, damit kein Schimmel entstehen kann.

Dieses Jahr hat vielen Gebieten eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit gebracht. So vermuten Experten, dass sich in vielen Wohnräumen entsprechend gute Bedingungen für Schimmelpilz gebildet haben. Mit Beginn der kalten Jahreszeit, befürchtet man eine erhöhte Schimmelbildung, wenn die Außenwände kühler werden und die Innenräume mollig warm. Deshalb ist rechtzeitiges, regelmäßiges Lüften mit Beginn der Heizsaison besonders wichtig.

Richtiges Lüften

Lüften sollte nicht zum Regeln der Raumtemperatur durchgeführt werden, sondern es dient lediglich dem Austausch von verbrauchter Luft durch sauerstoffreiche Luft.

Es sollte nur kurz (1/4 Stunde so genanntes Stoßlüften) aber intensiv gelüftet werden, d. h. die Fenster für kurze Zeit weit öffnen. Dabei ist der Thermostat-Kopf Ihrer Heizung bis zur Frostschutzstellung zuzudrehen.

Unsere Tipps für sparsames Heizen

In vielen Wohnungen befinden sich Einstellhandgriffe mit einem Thermostat am Heizkörper. Dieses Thermostat ist ein „intelligenter“ Temperaturmesser, der die Raumtemperatur misst und je nach eingestellter Heizstärke, Wärme in den Heizkörper lässt oder diese Wärmezufuhr abschaltet.

Deshalb folgende wichtige Hinweise:
Achten Sie darauf, dass das Thermostat nicht überbaut oder gar verdeckt ist, denn dann kann sich die Luft über dem Thermostat stauen und die Heizung schaltet sich ab, obwohl die gewünschte Raumtemperatur noch nicht erreicht ist.

Wenn Sie Ihren Heizkörper anfassen und er ist nicht gleichmäßig warm, sondern nur partiell, so ist dies in der Regel kein Defekt, sondern ein Zeichen dafür, dass das Thermostat die Wärmezufuhr „dosiert“.

Die maximale Reglereinstellung entspricht ca. 28° C. Die effektiv erreichbare Raumtemperatur ist jedoch von der Heizwassertemperatur und der Heizkörpergröße abhängig.
Der Abstand zwischen zwei Zahlen auf der Reglerskala entspricht einem Temperaturunterschied von ca. 4 °C . Zwischen den Stellungen „2“ und „3“, bzw. 3″und „4“ entspricht der Abstand zwischen zwei Punkten einem Temperaturunterschied von ca. 1 °C. Wobei diese Werte vom Hersteller abhängig sind.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Flyer Richtig Heizen und Lüften.

19. Juli 2017 von TAG Wohnen