Schimmelpilze

Ursachen und Tipps zur Bekämpfung

redaktion_schimmelTrotz großer Sorgfalt treten in vielen Haushalten immer wieder Schimmelpilze auf. Gesunden Menschen schaden Schimmelpilze normalerweise nicht, älteren und kranken Menschen können sie jedoch Probleme bereiten: Schimmelpilze können gefährliche allergische Reaktionen mit Schnupfen, Bindehautentzündung und sogar Asthmaanfällen hervorrufen.

Zum Wachstum benötigen Schimmelpilze zwei Komponenten: eine Kohlenstoffquelle wie Cellulose, Stärke oder Zucker und hohe Luftfeuchtigkeit, Tau oder Wasser.

Schimmelpilze im Haushalt:

Eine mögliche Ursache sind Pflanzen, die in nicht gedämpfter Blumenerde wachsen. Sie haben oft Schimmelpilze. Erhöht sich dann in kleinen Räumen der Feuchtigkeitsgehalt durch Luftbefeuchter oder Wäschetrocknung, können die Schimmelpilze sich beispielsweise an Tapeten festsetzen und rasant vermehren. Es können auch Baumängel vorliegen. Hier ist der Rat von Baugutachtern oder Bauingenieuren gefragt.

Was tun gegen Schimmelpilze?

Meist kann man den Befall mit 70-prozentigem Alkohol oder Isopropanol aus der Apotheke beseitigen. Wichtig ist dabei, dass man den Schimmel täglich mehrmals einsprüht. Achtung: Nicht vorher trocken abwischen, sonst verteilen sich die Pilzsporen in der Luft!

Dusche oder Bad:

Hier fühlen sich Schimmelpilze besonders wohl! Wasser, hohe Luftfeuchtigkeit, hohe Temperatur. Zusätze in Spezialshampoos und Haarkuren sind perfekte Nährlösungen. Hier gedeiht auch aspergillus niger, der Schwarz-Schimmel. Er steht im Verdacht Rheuma auslösen zu können. Verschiedene Mittel, wie Isopropanol oder Wasserstoffperoxid eignen sich zur Bekämpfung. Auch mit dem Dampfreiniger lassen sich Schimmelpilze entfernen. Beachten Sie bitte unbedingt die Sicherheits- und Verarbeitungshinweise der Hersteller beim Umgang der vorgenannten Mittel.

Tipps zur Vorbeugung

Dreimal täglich eine Stoßlüftung verhindert in den meisten Fällen Schimmelpilzbefall. Der Austausch von Blumenerde gegen Tonsubstrate vermindert die Schimmelpilzbildung bei Zimmerpflanzen. Hydrokulturen zeigen bei guter Pflege in der Regel noch weniger Befall. Wem Schimmelpilze gesundheitlich besonders stark zu setzen, der sollte sich für die Wohnung nur Trockenblumen oder Gestecke zulegen.

ACHTUNG! Gekippte Fenster reichen für eine optimale Belüftung nicht aus, sondern sind speziell im Winter problematisch, da sich im Bereich der Fensterstürze und –leibungen Kondensat bildet. Das kann zu Schimmelbefall führen!

 

19. September 2014 von TAG Wohnen