Wohngeld – unsere Hinweise für Sie

Das Wohngeld ist keine vollständige Übernahme aller Wohnkosten, sondern lediglich ein staatlicher Zuschuss. Man unterscheidet zwischen dem Wohngeld zur Miete* (Mietzuschuss) und zu genutztem Wohneigentum (Lastenzuschuss).

Wohngeld-Antrag

Das Wohngeld wird nur auf Antrag gewährt. Wer also einen Anspruch auf Wohngeld hat, sollte den Wohngeldantrag bei seiner Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung stellen. Wichtig ist, dass bereits ein gültiger Mietvertrag besteht. Die nötigen Formulare sind bei den Wohngeldämtern erhältlich. Unter www.wohngeld.org/antrag finden Sie Wohngeldanträge der einzelnen Bundesländer online zum Download.

Dauer des Wohngeld-Bezuges

Das Wohngeld wird normalerweise für eine Dauer von zwölf Monaten bewilligt. Die Leistungen werden erst ab dem Monat gezahlt, in dem der Wohngeldantrag bei der zuständigen Stelle eintrifft. Der Wohngeldantrag ist also nicht rückwirkend möglich. Wird eine Verlängerung benötigt, sollte der Antrag ca. zwei Monate vor dem Ende des Bewilligungszeitraums gestellt werden.

Wer erhält Wohngeld?

Das Wohngeld ist vor allem eine Unterstützung für Mieter mit geringem Haushaltseinkommen, wie Geringverdiener oder Senioren mit niedriger Rente. Wer mit seinem monatlichen Budget also stets an seine Grenzen stößt, sollte seinen Anspruch auf Wohngeld prüfen lassen.

Abhängig ist der Anspruch von drei Faktoren:

• Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
• Höhe des Gesamteinkommens aller beücksichtigungsfähigen Haushaltsmitglieder
• Höhe der zuschussfähigen Miete

Alleinstehende, Familien und Senioren können Wohngeld erhalten, wenn das Einkommen nicht reicht, um die Grundsicherung und hinzukommende Wohnkosten abzudecken. Schüler, Studenten, Auszubildende erhalten in der Regel kein Wohngeld, wenn sie BaföG bekommen oder die Eltern ein hohes Einkommen haben. Anspruch kann bestehen für alleinerziehende Studentinnen, Ehegemeinschaften von Studenten und Schülern sowie ausländische Studenten.

Vom Wohngeld ausgeschlossen sind Menschen, die bereits durch andere Sozialleistungen, wie z. B. Arbeitslosengeld II oder andere Unterhaltshilfen Kosten für die Unterkunft erstattet bekommen.

Wie beantrage ich Wohngeld?

Unbedingt erforderliche Unterlagen für die Beantragung von Wohngeld sind:
• der ausgefüllte Antrag auf Wohngeld (Mietzuschussantrag)
• Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter (Angaben zu Größe und Baujahr des Wohnraums)
• Mietvertrag und Mietquittung
• Personalausweis oder Reisepass
• Meldebestätigung
• Verdienstbescheinigung, auszufüllen vom Arbeitgeber
• Einkommensnachweise (Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen)

Je nach familiärer und finanzieller Situation können weitere Unterlagen erforderlich sein. Eine Auflistung finden Sie unter www.wohngeld.org Eine persönliche Abgabe des Antrags bei dem zuständigen Wohngeldamt nach Terminvereinbarung ist ratsam. Dieses prüft die Angaben auf Vollständigkeit, beantwortet Fragen und klärt über Rechte und Pflichten auf. Das kann die Bearbeitung beschleunigen, da fehlende Angaben ergänzt und fehlende Unterlagen sofort angefordert werden können.

Dieser Artikel soll Ihnen eine erste Orientierung zum Thema Wohngeld geben und wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte übernehmen wir jedoch keine Gewähr. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar.

*In diesem Beitrag beleuchten wir hauptsächlich den Mietzuschuss.
Quelle: www.wohngeld.org

23. Dezember 2014 von TAG Wohnen