Ausgefragt: Christian Mende

Als Mitarbeiter der Jumpers gestaltet Christian Mende gemeinsam mit seinem Team vielfältige Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Die Jumpers setzen sich dafür ein, Kinder zu stärken, ihnen verlässliche Ansprechpersonen zu bieten und Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen. Im Interview gibt Christian Mende Einblicke in seinen Arbeitsalltag, erklärt, wie die Zusammenarbeit mit TAG Wohnen aussieht und warum die Förderung junger Menschen für ihn und die Jumpers eine Herzensangelegenheit ist.

Menschen stärken, Standorte entwickeln

Wenn mich jemand fragt, was ich als Leiter Team- und Standortentwicklung bei den Jumpers so mache, sage ich … dass ich Menschen, Teams und Standorte dabei unterstütze, ihre Stärken zu entfalten. Mein Ziel ist, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit vor Ort Kinder, Jugendliche und Familien möglichst gut begleitet werden können.

Das Tolle an meinem Job bei den Jumpers ist für mich … dass ich jeden Tag mit Menschen arbeiten darf, die etwas bewegen wollen. Es begeistert mich zu sehen, wie Mitarbeitende wachsen, Verantwortung übernehmen und anderen neue Perspektiven eröffnen.

 

Portrait von Christian Mende in der Stadtkirche St. Marien in Greiz
© Solveig Eichner

Zu den Jumpers kam ich …

über meinen Weg als Gemeindepädagoge in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland. Im Frühjahr 2024 wechselte ich zu Jumpers – Jugend mit Perspektive und war in Merseburg zunächst in einem erlebnispädagogischen Projekt tätig, bei dem es darum ging, Kinder und Jugendliche zu begleiten, ihre Fähigkeiten zu erkennen und zu befördern sowie ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Aus dieser Arbeit heraus durfte ich später die Standortleitung in Merseburg Süd übernehmen, bevor ich 2026 nach Kassel in die Zentrale von Jumpers wechselte. Heute begleite ich als Leiter Team- und Standortentwicklung unsere Standorte in ganz Deutschland – darunter auch sieben Standorte, die durch die Partnerschaft mit der TAG Wohnen wertvolle Unterstützung erfahren.

Das Schönste an unserer Arbeit in den verschiedenen Standorten ist für mich … wenn Kinder, Jugendliche und Familien merken, dass sie gesehen werden und an sich glauben dürfen. Oft sind es kleine Momente, die langfristig einen großen Unterschied machen.

 

 

Christian Mende mit Gitarre vor der Kirche Mohlsdorf, in einem Nachbarort von Greiz.
© Solveig Eichner
Ich bin überzeugt, dass in jedem Menschen mehr steckt, als wir auf den ersten Blick sehen können.
Christian Mende

Zuhause finden, Gemeinschaft erleben

Für die Menschen in den TAG-Quartieren wünsche ich mir ..., dass sie Nachbarschaft, Gemeinschaft und Perspektiven erleben. Jeder Mensch darf Orte haben, an denen er willkommen ist, sich einbringen kann und Hoffnung für die Zukunft findet.


In der Zusammenarbeit von TAG Wohnen und Jumpers begeistert mich besonders, dass … wir gemeinsam in Menschen und Nachbarschaften investieren. Wo Menschen ein Zuhause gefunden haben, entstehen durch Beziehungen, Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten echte Gemeinschaften. Genau dort können Kinder, Jugendliche, Familien und Seniorinnen und Senioren erleben, dass sie gesehen werden und dazugehören.

 

 

Kinder balancieren mit Christian Mende auf einer Slackline im grünen Innenhof eines Wohnquartiers, umgeben von Bäumen und Mehrfamilienhäusern, bei einem Bewegungsangebot der Jumpers im TAG-Viertel.
© TAG Wohnen

Unser derzeit größte Herausforderung, ist …

unsere Standorte so weiterzuentwickeln, dass sie den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht werden. Kinder, Jugendliche, Familien und bei Sempers auch Seniorinnen und Senioren bringen ganz unterschiedliche Herausforderungen mit, auf die wir mit guten Angeboten, starken Teams und verlässlichen Beziehungen antworten möchten.

Mein schönstes Projekt bei den Jumpers war … eigentlich kein einzelnes Projekt, sondern die vielen Beziehungen, die über die Jahre entstehen. Ein besonderes Highlight war für mich allerdings der Social Day 2025 in Merseburg. Gemeinsam mit Mitarbeitenden der TAG aus Leipzig und Berlin haben wir in Merseburg Süd Hochbeete gebaut, gestaltet, befüllt und bepflanzt. Daraus ist weit mehr entstanden als ein schönes Projekt. Über die Sommerfeste von TAG Wohnen und Jumpers sind echte Begegnungen, tragfähige Beziehungen und sogar Freundschaften gewachsen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich bis heute besonders gern an diese Zeit in Merseburg zurückdenke.

 

 

Social Day bei den Jumpers Merseburg, vier Personen bepflanzen ein Hochbeet.
© TAG Wohnen

Nach Feierabend freue ich mich auf ...

gemeinsames Kochen und Genießen. Dazu gehören für mich Zeit für Gespräche, Gesellschaftsspiele und Begegnungen, bei denen man nicht nur Worte austauscht, sondern sich wirklich gegenseitig wahrnimmt. Wenn dann noch Zeit für eine Fahrradrunde, einen Spaziergang oder Sport bleibt, ist der Tag für mich rund.
 

An einem freien Tag, … versuche ich vor allem Zeit mit meinen drei Kindern zu verbringen. Das gelingt nicht immer so selbstverständlich wie früher und ist dadurch vielleicht sogar kostbarer geworden. Daneben genieße ich Bewegung an der frischen Luft, gute Gespräche und die Freiheit, einmal keinem Termin hinterherlaufen zu müssen.
 

Mein Lebensmotto ist, …  Chancen eines Menschen erkennen und befördern. Ich bin überzeugt, dass in jedem Menschen mehr steckt, als wir auf den ersten Blick sehen können – manchmal sogar mehr, als die Person selbst ahnt. Gemeinsam Möglichkeiten zu entdecken, Wege anzustoßen oder ein Stück gemeinsam zu gehen und sich über die Vielfalt und Einzigartigkeit von Menschen zu freuen, ist für mich etwas zutiefst Schönes. Deshalb begleitet mich der Gedanke aus Psalm 139: „Wunderbar bin ich gemacht, das erkennt meine Seele.“

Das Gespräch mit Christian Mende haben wir im Oktober 2026 geführt.

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