Angesprochen: Dörte Petschel • Vermietung mit Abstand

Sie kennt sich aus mit Wohnungstypen und erfüllt Wohnungswünsche derzeit noch persönlicher als gewohnt. Dörte Petschel ist unsere Vermieterin in Görlitz und betreut in der charmanten Grenzstadt einen vielfältigen Bestand. Gründerzeit-Altbau oder toll sanierter Plattenbau – unsere Kollegin hat für jeden etwas Passendes und in den letzten Monaten wie wir alle beruflich und privat eine besondere Zeit erlebt.

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Ihre liebste Ecke in Görlitz?

Ist auf der Altstadtbrücke mit Blick auf die Peterskirche.

Wo haben Sie die schönste Wohnung vermietet?

Ich mag unsere Innenstadtobjekte sehr, typische Gründerzeithäuser. Jedes sieht anders aus! Hier kann man tolle Details entdecken, Stuckdecken, holzvertäfelte Eingangsbereiche oder dekorative Kachelöfen. Solche Schätze „auszugraben“ macht unheimlich Spaß und die Vermietung ist spannend.

Und wurde bei uns schon mal ein Film gedreht?

Ja! Für einen Szenendreh für die Krimireihe „Wolfsland“ haben wir eine typische Gründerzeit-Wohnung in der Biesnitzer Straße zur Verfügung gestellt. Die Ausstrahlung erfolgt voraussichtlich im Herbst 2021. Da werden wir sicherlich alle gespannt vor dem Fernseher sitzen! Der Location Scout möchte gern wieder bei uns nachfragen. Also wir sind für Fortsetzungen offen.

Dreh für die Krimireihe Wolfsland in einer Gründerzeit-Wohnung in der Biesnitzer Straße 81 mit Wintergarten als Kulisse.
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Schnell vermietet?

Ich freue mich sehr, dass wir im Plattenbau in Königshufen übereinanderliegende 3-Raum-Wohnungen zu modernen Maisonette-Wohnungen umgebaut haben. Es sind herrliche, helle 6-Raum-Wohnungen entstanden, mit zwei Bädern, einem großen Wohn-Koch-Bereich, Hauswirtschaftsraum, zwei Balkonen. Von diesem Typ haben wir insgesamt drei Wohnungen gebaut, die auch sofort nach Fertigstellung vermietet waren.

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Wie verbringen Sie die Zeit der Kontaktbeschränkungen nach Feierabend?

Mit meinem Mann und unseren drei Kindern wird es zuhause nicht langweilig. Wir wohnen in einem kleinen Dorf und im Garten gibt es immer was zu werkeln. Wir lieben Spielabende mit Rommé und Mensch-Ärgere-Dich-nicht. Und wir spielen manchmal „Sockenbingo“ – wer zuerst fünf Paar Socken, frisch aus dem Trockner, zusammengefunden hat, der hat die Bingo-Runde gewonnen.

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Mit meinem Mann und unseren drei Kindern wird es nicht langweilig.
Dörte Petschel

… und am Wochenende?

Ich habe im Herbst aktuelle Wanderkarten für unsere nähere Umgebung, die Oberlausitz und das Zittauer Gebirge gekauft. Ein paar Wanderungen haben wir schon unternommen. Es ist verblüffend, wie viele uns unbekannte, schöne Ecken es quasi „vor der Haustür“ gibt.

Auf dem Berg Oybin im Naturpark Zittauer Gebirge in Sachsen.
© Kora27/CC BY-SA 4.0

Gibt es neue „Rituale“?

Der erste Morgenkaffee, alleine mit meinem Mann, wenn die Kinder noch schlafen. In der Homeschooling-Zeit ist das gemeinsame Mittagessen auch sehr schön. Zumal unsere Kinder sich auch sehr gern mal als Hobbykoch und Hobbybäcker ausprobieren.

 

 

Der erste Kaffee am Morgen, wenn die Kinder noch schlafen.
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Unsere Mieterbüros sind beim Lockdown geschlossen, wie ist der Kontakt mit Wohnungssuchenden? Kurz und knapp oder längere Gespräche?

Sowohl als auch. Junge Leute sind mehrheitlich sehr fokussiert und da läuft der Vermietungsprozess an sich sehr zügig und kurz und knapp. Familien und ältere Menschen tauschen sich doch eher mehr aus und lassen mich an ihren Situationen teilhaben.

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Wie gestalten sich Besichtigungstermine in der Wohnung?

Wir haben nur Einzeltermine. Auf den doch sehr üblichen Begrüßungshandschlag wird natürlich verzichtet und wir besichtigen ausschließlich mit Maske. Da waren unsere Interessenten sehr vorbildlich. Ich besichtige demnächst eine Wohnung mit einer Familie, die jetzt noch in Niedersachsen wohnt, über Video-Chat. Darauf freue ich mich.

Familien und ältere Menschen tauschen sich doch eher mehr aus und lassen mich an ihren Situationen teilhaben.
Dörte Petschel

Wo waren neue Ideen in der Vermietung gefragt?

Im Herbst lief in Görlitz zum ersten Mal unsere „Ballaktion“. Unter großer Beachtung haben wir alle freien Wohnungen mit einem großen roten Ball bestückt. Und alle, die bis Ende Dezember bei uns eingezogen sind, freuen sich jetzt über zwei kaltmietfreie Monate.

Was hat Sie – trotz aller Einschränkungen – so richtig positiv gestimmt?

Ich vermisse meine Kollegen. Wir haben uns teilweise Monate nicht persönlich gesehen. Schön ist aber, dass man merkt, wie gut ein Team funktioniert und gegenseitige Hilfe da ist. Dass Verständnis für die Situation einzelner Kollegen vorhanden ist und dass wir in Telefonkonferenzen oft sehr herzhaft lachen können.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn etwas wieder „lockerer“ wird?

Wieder weiter weg auf Wandertouren zu gehen, bei unserem Lieblingsitaliener zu essen, Kino und Schwimmhalle besuchen. Gern würde ich in unserem neuen Görlitzer Mieterbüro mit allen eine kleine Einweihungsparty feiern.

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Wir haben das Gespräch Mitte Januar 2021 geführt.

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